INCA-ETHNO meets BAROQUE MUSIC: Meditative, impulsive, expressive

Das Trio AKA PACHA präsentiert ein ebenso gewagtes wie gelungenes musikalisches Experiment – Ergebnis einer langjährigen Begegnung klassisch-indianischer Musik aus den Anden mit dem Kompositionsstil der Barockzeit auf der einen und kontemporären Elementen auf der anderen Seite: meditativ, impulsiv und expressiv eine Musik, die es eigentlich gar nicht gibt.

"Heilige Anden", so hieß das Programm, mit dem Mitte der 80er Jahre zwei Gruppen und eine Sängerin gemeinsam auf Tournee gingen: Ruphay, Wayra Kuna und Luzmila Carpio. Musik und Tanz der Aymara- und Quechua-Indianer trugen sie dem staunenden Publikum vor: rituell und festlich, unverfälscht – nicht zu vergleichen mit den bunten Folklore-Mischungen heutiger südamerikanischer Straßenmusikanten.

In jener Zeit begannen Musiker beider Gruppen mit neuen Musikformen zu experimentieren, und Mario Gutiérrez komponierte "Die drei Jahreszeiten" für Kena (indianische Kerbholzflöte), Cello und Gitarre. Gutiérrez gilt als einer der bedeutendsten bolivianischen Komponisten des 20. Jahrhunderts.

Zusammen mit Rupprecht Weerth und Hannes Trittler gründete er 1988 das Trio AKA PACHA. Nach seinem Tod im Jahre 1994 trat Friedrich Hacheney in das Trio ein und bereicherte die Musik um die Möglichkeiten der paraguayischen Harfe.

Im Gegensatz zu vielen abendländischen Komponisten, die für ihre Kompositionen Elemente aus der Folklore verschiedener Kulturen aufgreifen, geht AKA PACHA gerade umgekehrt von der indianischen Tradition aus.

Das Aymara-Wort AKA PACHA bedeutet "durch Raum und Zeit" und beschreibt wie kein anderes die Musik des Trios: Begegnung und Dialog zwischen indianischer und abendländischer Kultur – nicht flüchtig, sondern aufrichtig, intensiv und glücklich, manchmal auch schmerzhaft.

Die Instrumente vertreten dabei die jeweiligen Musikkulturen: verschiedene Bambusflöten, Panflöten und Percussionsinstrumente die traditionelle südamerikanische Musik; das Violoncello die europäische ("klassische") Musik; Harfe und Gitarre als verbindende Musikinstrumente gleichermaßen beide Kulturen.

Wichtigste Kompositionen des aktuellen Konzertprogrammes und der CD sind "Quimsa Pachanaca" – "Die drei Jahreszeiten". Entsprechend den klimatischen Gegebenheiten des Andenhochlandes gibt es nämlich nur drei: Die Zeit der Sonne, die Zeit des Regens und die Zeit der Kälte. Alle drei lassen AKA PACHA lebendig werden; ebenso wie andere wichtige Elemente des indianischen Lebens: die Energie eines Vulkansees, das erste Sonnenlicht, die Weisheit der Alten, ein wilder Traum und ein Tanz zur Ehrung der Lamas.

      

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